Spielberichte

Etwas knappere Wochenrückschau – KW 31/13

Auch vergangene Woche habe ich gespielt, und zwar sogar ganz schön viel unterschiedliches Zeugs!

Meine Kalenderwoche 31 aus dem Jahre 2013 (29.07. bis 04.08.)


Wiederentdeckung der Woche

http://www.pegasus.de/typo3temp/pics/4266f68471.jpgMeine BGG-Statistik entsetzt mich mal wieder:  Im Wandel der Zeiten: Das Würfelspiel – Bronzezeit (kurz „Bronzezeit“) habe ich doch tatsächlich zuletzt im April 2012 im Niederlande-Urlaub mit Annika gespielt… das ist ja auch schon wieder fast 1 1/2 Jahre her. Erschreckend, wie die alten Lieblinge aufgrund der nicht abreißenden Neuheitenflut unbemerkt zu Staubfängern verkommen. Vergangene Woche war es dann aber wieder so weit. Gespielt habe ich Bronzezeit gleich zwei mal mit Serafim.

Bei Bronzezeit bauen die Spieler durch Würfelwürfe mit Nachwurf-Mögichkeit (siehe „Kniffel“) ihre Zivilisation aus. Die Würfelsymbole bringen dabei im Wesentlichen Nahrung, Arbeiter oder Waren, können aber auch Katastrophen auslösen. Mit Nahrung versorgt man jede Runde die eigenen Städte, Arbeiter erlauben den Bau von Monumenten (Siegpunkte) oder weiterer Städte (= mehr Würfel) und mit Waren kann man sich unterschiedliche Errungenschaften kaufen, durch die man tolle Sonderfähigkeiten erhält.

Die erste Partie spielten wir zum Wiedereinstieg mit den Standard-Regeln. Ich finde das Spiel schon in dieser Grundform klasse, allerdings wünscht man sich schnell weitere Optionen und vor allem eine längere Spielzeit. Genau das bietet die Erweiterungsvariante „Späte Bronzezeit“, der wir uns in unserer zweiten Partie widmeten.

Hat mir wieder großen Spaß gemacht. Bronzezeit bleibt (vor allem mit Erweiterung) eines meiner Lieblingsspiele für „Schnell mal zwischendurch“.


Sonst so gespielt?

Android: Netrunner. Meine siebenundvierzigste und Jörgs erste Partie, daher mit den vorgefertigten Kartendecks (ich Jinteki, er Shaper). Ratet mal, wer gewonnen hat… Ich verliere in diesem Spiel eindeutig zu oft gegen blutige Anfänger… Allerdings habe ich dieses Mal aber auch wirklich komisch gezogen: Fast alle meine Agendas und die geldbringenden Assets (oder zu Deutsch: „Aktivposten“… uägh) lagen ganz tief unten im Nachziehstapel. Als ich dann endlich mal was davon gezogen habe, war Jörg schon so stark, dass er durch alles vollkommen problemlos durchpreschen konnte, was ich an Ice so zu bieten hatte. Arghhh!

Quarantine mit Sebo, zum ersten mal zu zweit. Mit mehreren Spielern hat mir das Spiel mir doch etwas besser gefallen, da dann zum einen der Verkauf der Sonderplättchen spannender ist und zum anderen schön emotionale Trash-Talk-Situationen entstehen, wenn der aktive Spieler entscheidet, wer die gezogenenen Seuchen-Würfel bekommt (beim Spiel zu zweit ist das recht offensichtlich). Weiteres Manko: So langsam kristallisieren sich „optimale“ Krankenhaus-Bauweisen heraus. Das Spiel hat so seine Macken, ich finde es aber trotzdem immer noch ganz knuffig.

Star Wars: X-Wing Miniatures Game. Yeah, ich hab’s gespielt (mit Serafim). Zwar nur ein mal, aber es werden sicher noch weitere Partien folgen. Der Einstieg war zu meiner großen Überraschung relativ leicht, obwohl wir uns die „Los-Spiel-Regeln“ geklemmt haben. Aber selbst mit den vollständigen Regeln (natürlich noch ohne individualisierte Fliegerstaffeln) ging’s sehr schnell wirklich flüßig. Das „freie“ Manövrieren der Raumschiffe auf der Spielfläche ist für mich eine ganz neue Spielerfahrung, die mir wirklich großen Spaß gemacht hat. Serafims Tie-Fighter haben meinem X-Wing leider viel zu schnell den Garaus gemacht (ich hab echt bescheiden gewürfelt), aber ich hab richtig Bock auf mehr. Jetzt muss ich nur noch verinnerlichen, dass „Bock auf mehr“ nicht automatisch „mehr kaufen“, sondern halt eher „mehr spielen“ bedeutet. Mir zuckt nämlich schon wieder der Finger über dem Bestell-Button, wenn ich die neuen Schiffsmodelle der dritten Erweiterungswelle und vor allem das Starfield Game Tile Kit sehe…

Bei allem Enthusiasmus hat mich ein Detail an X-Wing dann aber doch genervt: Das Grundspiel enthält einfach zu wenig Würfel. Es gibt drei Angriffs- und drei Verteidigungswürfel, und schon beim Regelstudium fiel mir auf, dass das in vielen Situationen nicht reicht. Vier Würfel wären Pflicht gewesen! Ich hasse sowas!

http://www.pegasus.de/typo3temp/pics/e42e160582.jpgBAM! haben wir am vergangenen Samstag meinem Mitspieler und alten Schulfreund Artur zum Geburtstag geschenkt und dann prompt in einer Zehner-Runde gespielt. Ein typisches Partyspiel in „Apples-to-Apples“-Manier, allerdings mit äußerst anzüglichen Begriffen. Reihum sind die Spieler „BAM!-Master“ und lesen als solcher einen Satz mit einer oder gleich zwei Lücken vor. Die anderen Spieler müssen dann aus ihren Begriffskarten diejenigen auswählen, die den Lückensatz am lustigsten vervollständigen. Beispielsweise aus der Vorgabe „Unser Physiklehrer hat früher bei einem Experiment einmal ausversehen BAM erzeugt“ kann da so einiges lustiges entstehen. Furzgeruch? Silvio Berlusconi? Oder vielleicht doch Motivsocken? Der aktuelle BAM!-Master bestimmt dann, welche Kombi am besten war (der entsprechende Spieler kriegt nen Pluspunkt), und welche Kombi ihm am wenigsten gefallen hat (Minuspunkt). Wer am Ende (man spielt eigentlich so lange, wie man lustig ist) die meisten Punkte hat, gewinnt.

In unserer Zehner-Partie hat das Spiel für einige herzliche Lacher gesorgt. Allerdings gab es auch immer mal wieder Vorgabe-Karten, die dann doch nur semi-lustig waren. Und sehr oft hat man wirklich so gar nichts sinnvolles oder lustiges auf der Hand, sondern nur viele „solala-Begriffe“. Trotzdem hat das Spiel uns etwa zwei Stunden gut unterhalten. Ich habe dabei das Kunststück vollbracht, nicht einen einzigen Punkt zu machen. Weder Minus-, noch Pluspunkt. Nie wurden meine Begriffe gewählt. Ich hab aber auch eine Erklärung dafür: Die Mitspieler haben alle meinen subtilen Humor nicht verstanden. Genau!

Außerdem weiter erforscht wurden:

Star Wars: The Card Game
Doodle Jump
Time ’n‘ Space
Yay!

Kakerlakak


Mitbringsel der Woche

Annika war ja nun einen Monat in Spanien. Vergangene Woche ist sie endlich wieder zurückgekehrt und hatte folgendes Mitbringsel für mich im Koffer.

Jeah, damit bin ich bestimmt damit werde ich bestimmt das coolste Kind auf der anstehenden Spielemesse in Essen!

So, das wars auch schon wieder. Leider wieder etwas verspätet, ich hoffe, ihr seht es mir nach. Am Wochenende gibt’s dann auch noch mal ein Video :)

Und was kam bei Euch auf den Tisch?

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6 Comments

  • Reply
    Andreas
    August 10, 2013 at 9:54 am

    Bei mir kam 2x Pirates vs. Dinosaurs auf den Tisch und 1x Sentinels of the Multiverse.

  • Reply
    Dark
    August 10, 2013 at 11:14 am

    Mystery Rummy: Al Capone und Die Siedler von Catan – Das schnelle Kartenspiel wurden bei mir gespielt. Und bei BoardGameArena noch Jaipur, GOSU, Cinco und einige andere;).

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    Anonym
    August 10, 2013 at 9:27 pm

    Die Woche 2 Protos, ein Spiel aus den späten 80ern, dass ich nicht verrate und dann noch Café International, Fürsten von Catan und Stone Age.

  • Reply
    Clani
    August 11, 2013 at 7:55 am

    Aus dem Urlaub zurück und eigenlich nur Augustus und Dominion gespielt. Augustus dafür bis zum abwinken und fast immer gegen die Kinder verloren……..

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    Anonym
    August 12, 2013 at 11:57 am

    Letzte Woche: Keltis – Das Orakel, Knizia Herr der Ringe mit Addon Sauron und zu guter Letzt noch das großartige Pandemie :-)

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    Martin Klein
    August 12, 2013 at 6:29 pm

    Hehe, das scheint ja bei den meisten eher eine "Klassiker-Woche" gewesen zu sein. Auch mal nett!

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