Video-Reviews

Folge 43 – Brügge

Ihr glaubt gar nicht, was es beim Video-Reviewen alles für Stolperfallen gibt. Zu den Standard-Plagen gehören leere Kamera-Akkus, volle Speicherkarten und abstürzende Video-Bearbeitungsprogramme. Originell sind auch laute Nachbarn, laute Telefone, laute Türklingeln, laute Laptoplüfter, laute Freundinnen… Vor jedem Video-Review absolviere ich erstmal einen kleinen Marathon durch meine Wohnung, um eventuelle Störquellen stummzuschalten (inklusive Freundin). Und trotzdem gibt es immer wieder was neues, irgendetwas unvorhergesehenes, das mir eine eigentlich perfekte Aufnahme versaut, sodass ich dann nochmal von vorne beginnen kann. Premiere gestern etwa: Eine dicke fette doofe Fliege, die sich ungefähr zur Halbzeit meiner Regelerklärung entschloss, ein paar mal hektisch durchs Bild zu fliegen, um sich dann zur Rekonvaleszenz auf dem schönen Spielplan von Brügge niederzulassen…

Was für eine Plage! Dabei habe ich doch alles menschenmögliche versucht, um Störfaktoren auszuschalten… Und dann kommt vollkommen willkürlich diese Fliege! Das konnte ich echt nicht kommen sehen… Unfair!!!

Und wieso erzähle ich euch das jetzt? Ganz einfach: Weil es bei Brügge mitunter genauso zugeht. Nur heißen die Plagen hier nicht Stubenfliege oder klingelndes Telefon, sondern Pest, Feuer, Überschwemmung, Aufstand und Intrige… Huiuiui:

Ein weiteres schönes Spiel aus der Feder von Stefan Feld, das mich trotz der vorhandenen – mitunter willkürlich erscheinenden und manchmal daher frustrierenden – Glückselemente in seinen Bann gezogen hat. Ich find’s sehr unterhaltsam!

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4 Comments

  • Reply
    Maeddes
    Mai 14, 2013 at 3:39 pm

    Lieber Martin,

    tolle Rezension. Du lieferst richtig gute Qualität in einem kontinuierlichen Rhythmus – das gefällt! Mich würde noch interessieren, wie sich Brügge zu zweit spielt, da meine Frau und ich eigentlich oft zu zweit spielen.

    Gruß
    Maeddes

  • Reply
    Martin Klein
    Mai 15, 2013 at 11:08 am

    Hallo Maeddes!

    Zu zweit gibt es eigentlich keine großen Unterschiede. Das einzige, was von der Spieleranzahl abhängt, ist die Größe der Nachziehstapel (im Spiel zu zweit werden 2/5 aller Karten in die zwei Nachziehstapel gelegt, im Spiel zu dritt 3/5 etc.). Andere Anpassungen braucht das Spiel nicht, also keine gezwungenen Zweispieler-Varianten oder sowas.

    Ansonsten ist das Spiel zu zweit einfach ein bisschen besser planbar und damit taktischer. Im Spiel zu viert kann viel passieren, bis ich wieder dran bin (etwa destruktive Karten der Mitspieler). Allerdings fehlt in manchen Situationen im Spiel zu zweit dann auch mal der Konkurrenz-Druck, das Erfüllen der Boni ist zu mehreren da schon spannender.

    Trotzdem hat es mir auch zu zweit gut gefallen. Ich habe es an einem verlängerten Wochenende gleich sieben Mal mit meiner Freundin gespielt, der das Spiel auch richtig gut gefallen hat. Sowas zu verallgemeinern ist natürlich immer schwierig, aber ich hatte schon das Gefühl, dass das Spiel "partnertauglich" ist (zumindest wenn der Partner/ die Partnerin die destruktiven Elemente ab kann).

    Besten Gruß und vor allem auch danke für das tolle Feedback (Freut mich sehr!)

    Martin

  • Reply
    RALF
    Mai 27, 2013 at 10:17 am

    Hi Martin,

    wir haben im Spiel zu zweit allle Karten rausgenommen, die sich auf Karten nachziehen beziehen. Wir zählen 72 Karten ab ( 12 Runden ).
    Pro Runde 3 Karten und starten ohne Handlanger. Wesentlich spannender da die Bedrohungen zunehmen. Mir und meiner Freundin gefällt es so besser. Versuchts doch mal.

    Gruss
    Ralf

  • Reply
    Anonym
    Juli 11, 2013 at 7:55 pm

    Hallo Martin,

    wieder eine schöne Rezension zu einem schönen Spiel.Mal schauen ob das auch in meiner Sammlung landet. Ich hätte da nur eine Frage: Hängt dein Bild schief?

    grüße von Martin

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